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Waffengesetz USA: Deutschland versus Amerika (Kalifornien) 3 years ago

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Angeblich sei das Waffengesetz in USA so frei. Warum das schon lange nicht mehr stimmt, zeigt dieser Bericht.

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Wie sehr unterscheidet sich eigentlich das Waffenrecht bzw. Waffengesetze USA und Deutschland. Und darf man wirklich in den USA so einfach eine Schusswaffe kaufen und mit sich tragen? Ich räume auf mit den Gerüchten. Wenn man den Gerüchten Glauben schenken möchte, ist es in den USA einfach an Waffen dranzukommen. In Amerika ist angeblich die Waffenlobby so stark, dass jeder mit einer eigenen Schusswaffe, wie beispielsweise Pistole oder Gewehr, herumlaufen kann. Aber ist das denn wirklich wahr? Ich berichte euch von meinen Erlebnissen bezüglich Kalifornien. Denn hier sind die Waffengesetze so stark, dass sie im Grunde noch stärker sind als in Deutschland.

Mal einige Beispiele:
Man kann in Kalifornien nicht jede Schusswaffe erwerben. So gibt es in Kalifornien den sogenannten Roster, das heißt, nur in Kalifornien zugelassenen Schusswaffen können auch hier erworben werden.
Was die wenigsten wissen ist, dass man auch in den USA eine sogenannte Erwerbsberechtigung braucht. So kann in USA nicht einfach ein Amerikaner in einen Laden gehen und sich dort eine Schusswaffe kaufen. Es gibt vorher einen ausführlichen Check, wie beim amerikanischen Strafregister, FBI-Datenbank und weitere. Wer schon mal negativ aufgefallen ist, wie Alkohol am Steuer (hier Driving under the Influence, abgekürtzt DUI genannt), bekommt diese Genehmigung beispielsweise nicht. Außerdem muss man eine sogenannte Safety-Prüfung ablegen. Das ist ein Test, bei dem der Erwerber beweisen muss, dass er die Sicherheitsregeln bezüglich dem Umgang mit einer Schusswaffe kennt und auch beherrscht. In Deutschland gibt es eine ähnliche Regelung, da heißt es Waffensachkundeprüfung.
Eines der größten Einschränkungen ist in den USA das Verbot, dass eine Privatperson seine Schusswaffe nicht einfach an eine andere Privatperson verkaufen darf. Jeglicher Handel mit Schusswaffen, so auch die private Veräußerung, muss über einen zertifizierten Waffenhändler erfolgen. Das heißt also, man geht zu seinem lokalen Waffenhändler, der beispielsweise deine Pistole dann zu dem anderen Waffenhändler schickt, der die Waffe dann der jeweiligen Person dann übergibt. In Deutschland dagegen kann jeder seine Pistole dem anderen verkaufen, in dem er sich von seiner Waffenbesitzkarte überzeugt, und beide müssen dann innerhalb von zwei Wochen selbst diese Übergabe bei ihrer lokalen Behörde einfach angeben.

Eine interessante Bemerkung eines Users war, dass ein YouTuber (Machinegun Mike) in seinem Video sagt, dass er seine vollautomatisches Maschinengewehr bei Walmart erworben hätte. Es hat sich aber schnell rausgestellt: Die Amerikaner haben manchmal einen Humor, der nicht sofort ersichtlich ist. Er machte natürlich einen Scherz. Eine M60 gibt es nicht bei Walmart, auch nicht in Texas. Der Verkauf von vollautomatische Waffen sind in allen Staaten in den USA nur mit Sondergenehmigungen erlaubt.

Maschinenpistolen darf hier in den USA auch die normale Schutzpolizei nicht besitzen, sondern nur mit Sondergenehmigung. Spezialeinheiten haben diese Genehmigung. In Deutschland darf die Polizei ebenfalls nur mit einer Sondergenehmigung des BKA vollautomatische Waffen führen.

In Texas sind vollautomatische Waffen tatsächlich erlaubt. Allerdings muss man einen relativ komplizierten Prozess durchlaufen, wie unter anderem die Registrierung der Waffe im NFA-Register, eine Menge Formulare, staatliche Stempel sowie eine Sondergenehmigung.

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