Raketenerprobungsstelle Rumbke - V2 - Rheintochter - Rheinbote - Lost Places

Willi seiner 31. Mai 2017 1 Aufruf

Beschreibung

Die Stadt liegt im östlichen Hinterpommern an der Mündung des Flusses Leba in die Ostsee, am Rande des Slowinzischen Nationalparks, etwa fünfzig Kilometer nordöstlich der Stadt Stolp.
Westlich von Leba befand sich ein großes Versuchsgelände zur Erprobung weitreichender Waffensysteme, das jetzt museal entwickelt wurde. Auf diesem Areal wurden unter anderem zwischen 1941 und 1945 die deutschen Raketen Rheinbote und Rheintochter zu Versuchszwecken gestartet. Hier befand sich auch die Gegenmeßstelle für die vom Prüfstand VII der Heeresversuchsanstalt Peenemünde gestarteten V2/A4-Raketen. Von dort bis hierher waren es 250 km, der damaligen Maximalschußweite der A4.Es fanden auf dem Gelände keine Versuche mit den Vergeltungswaffen V1 und V2 statt.
Getestete Objekte :
Rollbombe SB 800 RS
Die Rheintochter war eine zweistufige Flugabwehrrakete, die im Deutschen Reich während des Zweiten Weltkriegs entwickelt wurde. Sie sollte die deutsche Flak unterstützen. Die Versuche wurden jedoch mit dem Beginn des Jägernotprogramms weitestgehend eingestellt. Gesteuert wurde die Rakete über Funkimpulse vom Boden aus.
Feuerlilie war die Tarnbezeichnung einer deutschen Flugabwehrrakete, die ab 1940 entwickelt wurde und deren Entwicklung wegen Problemen mit der Steuerung und der Antriebssektion Ende Januar 1945 zugunsten anderer Projekte eingestellt wurde. Die Feuerlilie wurde bei Rheinmetall-Borsig in zwei Ausführungen gebaut und in der Raketenerprobungsstelle Rumbke erprobt: die F 25 mit einem Durchmesser von 25 cm und die F 55 mit 55 cm Durchmesser. Als Triebwerke dienten Feststofftriebwerke des Typs Rheinmetall 109-505/515.
Rheinbote ist die Bezeichnung für eine im Zweiten Weltkrieg von Deutschland entwickelte Fernrakete.Im Gegensatz zur einstufigen A4, die flüssigen Sauerstoff und Alkohol als Raketentreibstoff verwendete, war die Rakete Rheinbote eine vierstufige Feststoffrakete. Sie wurde von der Firma Rheinmetall aus dem zweistufigen Vorläufer „Rheintochter“ 1943/44 entwickelt und in der Raketenerprobungsstelle Rumbke erprobt. Im Unterschied zur A4, die eine Sprengladung von 1 t über 300 km weit tragen konnte, konnte die Rheinbote nur eine Sprengladung von 25 kg über eine Strecke von 220 km transportieren. Die Rakete Rheinbote wurde im November 1944 im Kriegseinsatz verwendet. 220 Flugkörper wurden auf Antwerpen verschossen.Im Dünengebiet befindet sich der Truppenübungsplatz Leba. Dort wurde unter anderem auch der Wüstenkrieg geübt. Zum Anfang des Krieges wurden auf dem Lebasee eine Staffel mit Wasserflugzeugen stationiert. In unmittelbarer Nähe entstand die Raketenerprobungsstelle in Zusammenarbeit mit Rheinmetall-Borsig um dort vor allem Boden-Luft-Raketen des Typs Rheintochter zu testen. Die Raketen wurde dabei auf die See geschossen, wo sie keinen Schaden anrichten konnten. Als Beobachtungsstelle diente auch die Insel Bornholm. Im Herbst 1943 wurde der erste Prototyp von einer 8,8-cm-Flaklafette, die mit einer 3,5 Meter langen Gleitbahn verlängert wurde, gestartet. Im Dezember 1944 wurden die Raketenversuche auf den SS-Truppenübungsplatz Heidelager verlegt. Am 29. Januar 1945 wurde das Versuchsgelände aufgegeben und bis zum 26. Februar 1945 geräumt. Zwischen 1963 und 1973 erfolgte hier der Start von 33 polnischen Höhenforschungsraketen des Typs Meteor
Musik : 1 . Waffenruhe - Demagogie II