PRT - periradikuläre Therapie

Woiciechowsky 18. Februar 2010 0 Aufrufe

Beschreibung

Die periradikuläre Therapie (PRT) ist eine elegante Methode, wo mit Hilfe der Bildgebung (Bildwandler, CT, MRT) punktgenau ein Medikament an die Nervenwurzel injiziert wird. Ziel der PRT ist es, die infolge eines Bandscheibenvorfalls gedrückte und gereizte Nervenwurzel „zu beruhigen". Dazu wird ein Gemisch aus Cortisol (z.B. Triamcinolon oder Lipotalon) und lokalem Betäubungsmittel (z.B. Bupivacain oder Naropin) verabreicht, welches einerseits den Nerven kurzzeitig betäubt und andererseits eine Abschwellung bewirkt. Außerdem wird die mit dem Bandscheibenvorfall verbundene örtliche Entzündungsreaktion eingedämmt. Diese Wirkungen sind für den Patienten mit einer Schmerzreduktion verbunden. Die PRT wird üblicherweise 3x im Abstand von 1-2 Wochen durchgeführt und sollte danach einen eindeutigen positiven Effekt haben. Man kann, wenn die Wirkung zwar positiv aber noch nicht 100 %ig ist, noch ein bis drei zusätzliche Injektionen durchführen. Sollte die Maßnahme nicht wirken, so kann dies viele Ursachen haben, z.B. ein besonders großer Bandscheibenvorfall, ungünstige Lage etc. Es sollte dann über andere minimalinvasive Maßnahmen nachgedacht werden.