Kultur.Liebe.Hoffnung Trailer4

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Die Elisabethkirche Kassel stellt von August bist Ende Oktober an zwei Abenden in der Woche ihre Kirche kostenlos Kulturschaffenden zur Verfügung. Mittwochs beginnen die Angebote um 19.30 Uhr, donnerstags um 18 Uhr. Mit der Reihe „Kultur.Liebe.Hoffnung“ will die Kirche Kulturschaffenden eine Auftrittsmöglichkeit und Einnahmen ermöglichen. „Das Programm ist vielfältig und will Kulturschaffenden und Kulturnutzern gleichermaßen Hoffnung schenken“, so Organisator Marcus Leitschuh. Besonders interessant findet er, wie Kirche und Kultur, Raum und Themen, Künstlerinnen und Künstler, Kirchenbesucher und Gäste Bezüge herstellen und finden.

Den Anfang machen am 5.8.20 um 19.30 Uhr Ursel Schlicht (Flügel) und Heike Wrede (Tanz). Die Klang-und Tanzimprovisationen nehmen direkten Bezug auf dem Raum. Das Ensemble „A Quattro“ tritt am Donnerstag, 6.8.20, um 18 Uhr auf. „Brückenschlag“ bezeichnen Veronica Kraneis (Konzertflöte), Yana Krasutskaya (Violine), Gang Wang (Cello) und Julia Reingardt (Klavier) ihr Konzert. Sie musizieren Meisterwerke von Barock bis Moderne, die einfühlsam auf den sakralen Raum eingehen. Zentrales Werk des Programms ist die deutsche Erstaufführung eines Werkes für diese Quartettformation des jungen russischen Komponisten Alexey Kurbatov (*1983). Andrea C. Ortolano tritt mit musikalischer Begleitung von Gerd Hallaschka mit dem Programm „Der liebe Gott und die Brüder Grimm“ am 12.8.20 auf. Der „Trio In-Between“ lädt zu „Impressionen aus Südamerika ein“ (19.8.20).

Drei Orgelkonzerte

„Symphonische Orgelmusik der Romantik“ spielt Regionalkantor Thomas Pieper an der Bosch-Bornefeld-Orgel (13.8.20). Weitere Orgelkonzerte bieten Mana Usui (1. Orgelsinfonie von Louis Vierne am 26.8.20) und Martin Forciniti in Kooperation mit dem Richard-Wagner-Verband Kassel (Wagner und Co, 17.9.20).
Das „Accompagnato StreicherTrio“ spielt Mozart, Schubert und Haydn am 2.9.20 und das „Accompagnato Quintett“ das „Streichquintett C-Dur op. 29“ von Ludwig van Beethoven (1.10.20). Ein Benefizkonzert für Kasseler Künstler*innen bietet das „BOB-Dylan-ART-Project“ mit einfühlsamen Übersetzungen der Originallieder.

Lesungen mit Lokalbezug

Ausschnitte aus der Musicaluraufführung „Pfirsichbäckchen Mimi“ zeigt das Jugendtheaterprojekt „Studio Lev“ am 3.9.20. „La Llorona—Die Weinende“ ist das lyrische Konzert am 9.9.20 betitelt. Es findet in Kooperation mit dem Literaturhaus Nordhessen und den Kleinen Riesen Nordhessen statt. Die Lesung mit Musik „Katastrophen faszinieren“ mit dem Trio „Caprice de Femme“ und Schauspieler Herwig Lucas ist für den 10.9.20 geplant. Christian Schulteisz liest aus dem auch in Kassel spielenden Roman „Wense“ (30.9.20) in der Reihe „Leseland Hessen“. In Zusammenarbeit mit „Brencher Buchhandlung“ bietet die nordhessische Autorin Rebekka Knoll eine musikalische Lesung aus dem Roman „Blaue Nächte“ und Abbas Khider liest aus „Palast der Miserablen“ am 29.10.20.

„Joern and the Michaels“ stellen CD vor

„Belka und Strelka sings“ heißt es am 16.9.20. Kammermusik von Robert Schumann und Johannes Brahms spielen am 23.9.20 Malena Pflock und Bent Duddek. Ulrich Moormann ist am 24.9.20 mit Studierenden der Musikakademie der Stadt Kassel „Louis Spohr“ zu hören. Kick Jazz, made in Kassel gibt es am 14.10.20 wenn „Joern and the Michaels“ ihre CD in der Kirche vorstellen. „Hank und die Shakers spielen Ennio Morricone“ heißt es am 15.10.20. Ein Konzert mit Tabla, Piano und Kontrabass folgt am 21.10.20 unter dem Motto „SonicExchange“. Einen Abend „Poetry Slam“ gibt es am 28.10.20.

Alle Termine findet man unter www.eliabeth-kassel.de und www.facebook.de/elisabethkirche.


Schirmherrin der Aktion „Kultur.Liebe.Hoffnung“ ist Kulturdezernentin Susanne Völker (Kassel) gemeinsam mit Schirmherr Bischof Dr. Michael Gerber (Fulda). Der katholische Bischof betont eine Kultur des Miteinanders als Motiv der Kirchenöffnung: „Unser Glaube hat die Kraft, eine Kultur zu prägen, die auf zwei Beinen steht: Freiheit und Vertrauen – und nichts soll Dich ängstigen“, so Bischof Gerber.
Kulturdezernentin Susanne Völker sieht in dem gemeinsamen Projekt ein Zeichen dafür, wie wichtig Zusammenhalt und Zusammenarbeit unter den Bedingungen der Covid-19 Pandemie sind: „Gerade für Kulturakteure sind die Beschränkungen durch Covid-19 besonders gravierend und führen zu erheblichen Einbußen, weil Auftritte nach wie vor nicht möglich oder stark eingeschränkt sind. Die Solidaritätsaktion „Kultur.Liebe.Hoffnung“ ist ein gelungenes Beispiel für den gemeinsamen Einsatz für die Kultur in Kassel.“

Peter Bulowski ist Pfarrer der Pfarrei St. Elisabeth. Er betont das Motiv der Solidarität als Grundlage für das Engagement: „Aus der christlichen Grundhaltung von Glauben, Hoffnung und Liebe öffnen wir die Kirche und wollen Hoffnung schenken. Uns motiviert der Glaube. Er darf nicht folgenlos sein in solchen Krisenzeiten.“
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